Tengo la resaca! Quilmes sucks big time. Ich dachte es wird mal wieder Zeit was zu schreiben, außerdem bin ich gerade auch noch nicht ganz in der Lage aus dem Haus zu gehen. Es ist viertel nach 3 und ich bin vor ca. einer Stunde aus dem Bett gestiegen. Ich habe versucht zu frühstücken und musste kurz darauf kotzen, dann immer wieder. Heute ist der dritte Tag und ich bin schon am Abgrund, mein Kopf hämmert und ich habe den halben Tag im Bett und auf dem Klo verbracht. Der Grund: Gestern war ich zum ersten Mal ein bisschen feiern und ich sage euch ist ist hart. Ich meine wirklich hart. Wir haben von ca. 9 bis halb 2 uns im Hostel unterhalten und getrunken und sind danach in einen kleinen Klub gegangen der ca. 10 Meter entfernt ist, haha. Klub ist eigentlich zu viel gesagt, es war eher eine Bar, aber die Musik war zu laut für eine Bar und es hatte insgesamt sehr viel von der Art vom X. Wo wir beim X sind: Ich glaube ich weiß endlich, was das X als Freibier verhaut. Es muss Quilmes sein, denn es schmeckt genauso scheiße. Es schmeckt als wäre es mit Wasser gestreckt und es wird in großen 1 Liter Flaschen verkauft. Im Hostel bin ich mit meinem französischen Roommate Justin (23, fängt in 2 Monaten seinen Job bei L’Orreal als Verpackungsdesigner an) in die Lobby gegangen, wo wir einem Mädchen aus Jerusalem begegnet sind – Noa. (ja, ohne h) Isrealis sind überall auf der Welt, es gibt nur 6 Millionen aber sie sind überall. Wir haben eine Reisegruppe aus Israel im Hostel und einen weiteren Israeli, als Justin in Bolivien war, war er wohl auch mit Israelis unterwegs und alle anderen Traveller sind auch schon sonst wo vielen begegnet. Ich kann mich nicht an alles erinnern und ich will es auch nicht ausufern lassen, aber diese Israelis sind vollkommen paranoid. Ich möchte mich nicht über den Holocaust, weder möchte ich ihn runterspielen, aber das haben die echt nicht gut verkraftet. Belassen wir es dabei, was immer ich jetzt schreibe, es macht glaub ich nur alles schlimmer. ; ) Still Noa, if you reading this (which you probably won’t) you are awfully nice Die Runde wurde mit der Zeit immer größer, sodass wir am Ende ca zu 10 da saßen und 6 von uns nachher in den Klub gegangen sind. Es ist wirklich eindrucksvoll was die Leute beruflich eigentlich machen, das Mädchen aus San Francisco hat schon für Apple gearbeitet, Justin ist bei L’Oreal eine etwas ältere Frau war bei den ABC News, ein Mädchen aus Deutschland (eigentlich jetzt aus Chile) ist Stockbroker in Chile. Ich meine hallo? Aber diese Leute sind wirklich alle so unglaublich nett und sie haben soviel zu erzählen, es ist verrückt wo die meisten Leute schon waren, und ich bin wirklich gespannt wohin mich die Reise führen wird. (sry, dass ich so nen pathetischen Ton anschwinge, aber Backpacker reden wirklich so, glücklicherweise unterhält man sich normalerweise auf Englisch, da kann man das immer auf den amerikanischen Einfluss der Sprache zurückführen) Ich merke ich schreibe nix zusammenhängendes, darum schreibe ich mal alle weiteren Gedanken in kurzen Sätzen, ist vielleicht auch einfacher zu lesen (außerdem möchte ich langsam auch mal raus): Die Feierei es un círculo vicioso, du fängst einmal an und du kannst nur noch um 12 aufstehen, es ist irre hier. Mal gucken wie ich das regeln werde. Nach drei Tagen bin ich wirklich comitted Spanisch zu lernen: Es ist einfach fürchterlich wenn man sich nichtmal ordentlich mit der Putzfrau unterhalten kann. Ich versuche in Spanisch zu denken und sagen wir es so: Ich denke unglaublich langsam und unglaublich oberflächlich, aber das wird mit der Zeit. Ich habe San Telmo erkundet, dazu schreib ich später mehr. Ich war in Recoleta. Eigentlich wollte ich in einer Bar das Deutschland gegen Argentinien sehen, aber die Bar existierte komischerweise nicht, also bin ich in den berühmten Friedhof von Recoleta gegangen. Kurz: Das Grab von Eva Peron ist nicht sehr beeindruckend, der Friedhof selber schon. Sehr merkwürdig Tourist auf einem Friedhof zu sein. Der Friedhof ist von hohen Mauern umgeben, also sieht man nur die Gräber und die Hochhäuser von Recoleta – das ist ein tolles Bild und hat eine surreale Qualität, da die alten Mausoleen (ist das der korrekte Plural?) so überhaupt nicht zum Hintergrund passen. Dazu auch demnächst mehr, wenn die Bilder entwickelt sind. Morgen gehe ich vielleicht zu einem Boca Spiel. Dazu auch mehr. Hasta luego